MRE

Unter multiresistenten Erregern (MRE) werden Bakterien verstanden, gegen die verschiedene Antibiotikaklassen nicht mehr wirksam sind. Die Widerstandsfähigkeit von Bakterien gegen Antibiotika wird als Antibiotikaresistenz bezeichnet. Bei vielen Infektionskrankheiten, deren Ursache Bakterien sind, können Antibiotika lebensrettend eingesetzt werden. Jeder Einsatz von Antibiotika kann aber dazu führen, dass sich im Körper des Menschen Bakterien vermehren, die zuvor eine Unempfindlichkeit gegenüber dem eingesetzten Antibiotikum erworben hatten. In manchen Fällen kann auf die Einnahme von Antibiotika verzichtet werden. Der Gebrauch von Antibiotika sollte daher immer gut überlegt werden.

Zu den wichtigsten MRE gehören Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme (MRSA), Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) und extended-spectrum-beta-lactamase- (ESBL-) bildende Enterobakterien sowie weitere mehrfach resistente Gram-negative Bakterien.

Wie alle Bakterien können auch MRE bei Missachtung von Hygienemaßnahmen auf Patienten übertragen werden. Der zielgerichtete Gebrauch von Antibiotika und die konsequente Anwendung der Standardhygiene zählen daher zu den wichtigsten Voraussetzungen, um das Risiko der Entstehung und Verbreitung von MRE zu reduzieren.

Die Teilnehmer des Netzwerkes streben an, überregional anerkannte Qualitätsziele umzusetzen, um so das Risiko der Entstehung und Verbreitung von MRE zu vermindern.

Durch abgestimmte Präventionsmaßnahmen, Kommunikation zwischen allen Akteuren im Gesundheitswesen und Information der Patienten kann auf der regionalen Ebene ein entscheidender Schritt im Kampf gegen multiresistente Erreger getan werden.